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7. August 2018 – FILM: Die Schweizermacher

DI, 20.15 Uhr

Ein­tritt frei, Kol­lek­te
Thea­ter­beiz offen ab 18 Uhr

Die Beamten Bodmer (Walo Lüönd) und Fischer (Emil Steinberger) mischen sich folgenreich ins Privatleben einbürgerungswilliger Ausländer ein. Zeitlos aktuelle Politkomödie aus dem Jahr 1978. Regie führte Rolf Lyssy.

Max Bod­mer und Moritz Fischer sind Beam­te der beson­de­ren Art. Als Poli­zis­ten ste­hen sie im Dienst der Ein­bür­ge­rungs­be­hör­de und haben auf Herz und Nie­ren all jene zu prü­fen, die sich um einen Schwei­zer Pass bewer­ben. «Fleis­sig, ordent­lich, ruhig, anstän­dig, sau­ber, wehr­haft, inte­ger, neu­tral und vater­lands­lie­bend» sol­len sie sein, die Aspi­ran­tin­nen und Aspi­ran­ten auf lebens­lan­gen Wohn­sitz plus Stimm­recht in eid­ge­nös­si­schen Gefil­den. Da ist kein Abfall­sack zu klein, kei­ne Fah­nen­stan­ge zu hoch und kein Fon­due zu heiss, um nicht exakt inspi­ziert und bewer­tet zu wer­den.

Könn­te der ita­lie­ni­sche Kon­di­tor Gri­mol­li samt Gat­tin allen­falls an einer Demons­tra­ti­on teil­neh­men? Ist die Gesin­nung von Dok­tor Stark und sei­ner Gat­tin, die sie mit Fon­due und Schwei­zer Fah­ne offen­kun­dig machen, tat­säch­lich echt? Und wie steht es mit der Moral der jugo­sla­wi­schen Tän­ze­rin Mile­na Vaku­lic?

«Die Schwei­zer­ma­cher» wur­de zum Syn­onym für das natio­na­le Erfolgs­pro­dukt. Dass der Film so ein­schlug, war sicher dem wit­zi­gen Dreh­buch (zum gros­sen Teil eben­falls von Rolf Lys­sy), genau so sehr aber den bei­den Haupt­dar­stel­lern zu ver­dan­ken. Walo Lüönd und Emil Stein­ber­ger ergänz­ten sich per­fekt und ver­hal­fen dem Film mit ihrer exakt tem­pe­rier­ten Spiel­lau­ne zu Glanz­punk­ten, wie man sie selbst im klas­si­schen Schwei­zer Film nur sel­ten fin­det.

2.8. – 1.9.2018