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Der zerbrochne Krug

Der schon etwas ältere Dorfrichter Adam ist nächtlicherweise zum jungen Evchen ins Haus geschlichen und wird dabei in der Dunkelheit von Ruprecht deren Verlobten überrascht und zum eiligen Rückzug gezwungen. Auch wird der Richter von jenem mit der Türklinke auf den Kopf geschlagen. Arg zugerichtet flieht Adam und lässt aus dem Fenster stürzend auch seine Perrücke zurück. Bei dem Tumult im Dunkeln, ist ein wertvoller Krug zerbrochen. Marthe Rull, die Mutter des Mädchens und Besitzerin des Krugs, kommt am darauffolgenden Morgen zum Gerichtstag, um den Verlobten ihrer Tochter - den sie sowieso für treulos hält, als Täter zu verklagen. Ausgerechnet an diesem Tag kommt der Gerichtsrat Walter auf Revisionsreise ins «Dorf» und wohnt dem Gericht bei. Die Komödie nimmt ihren Lauf und Richter Adam wird ihr grosser, komischer und tragischer Held...

Heinrich von Kleist

1777 in Frankfurt an der Oder geboren, verliert der kleine Heinrich schon mit 11 Jahren seinen Vater und wird fortan in Berlin vom protestantischen Prediger Samuel Heinrich Catel erzogen. Warscheinlich ist, dass Catel, der gleichzeitig auch Professor am Französischen Gymnasium war, eine Art Mentor für den jungen Kleist darstellt, welcher ihm die Tür zu den Werken der klassischen und zeitgenössischen Dichter öffnete und somit seine spätere Laufbahn früh und massgeblich beeinflusst hat. 1792, mit 22 Jahren, tritt der junge Kleist trotz seines stets geäusserten Widerwillens aber getreu der Kleistschen Familien-tradition, in das Garderegiment zu Potsdam ein.

Sieben Jahre später verlässt er das Militär - trotz der fundamental ablehnenden Haltung der Familie - mit der Absicht seinen Lebensplan grundlegend zu ändern. Er beschliesst 1799 nicht ein Leben auf Reichtum und Ehre zu bauen, sondern auf die Ausbildung des Geistes und darum ein Naturwissenschaftliches Studium aufzunehmen. Um im Sinne und Geiste der Französischen Aufklärung, sich selbst, die Gesellschaft und die Welt zu erkennen. Drei Jahre später reist Kleist nach Paris. Massgeblich von Rousseau inspiriert, zieht er 1802 in die Schweiz und kauft mit dem Geld der Familie ein Bauernhaus auf einer Insel in der Aare bei Thun. Er wird Bauer und will nur noch schreiben. Nach einem Besuch bei Freunden in Bern, zu Beginn des Jahres 1802, beginnt er inspiriert vom Kupferstich von André La Veau mit der Arbeit am zerbrochnen Krug. 1804, nach seiner Rückkehr nach Dresden, beendet Kleist die Arbeit in einer ersten Fassung und schickt diese kurz vor seiner Abreise am 23.April 1805 nach Königsberg, an seinen Gönner: Christian von Massenbach. Während Kleist von Januar bis Juli 1807 als angeblicher Spion in französischer Kriegsgefangenschaft sitzt, gelangt das Werk durch Kleist Freund, Adam Müller an Geheimrat Goethe, welcher das Stück ohne Kleist`s Anwesenheit oder zutun am 2.März 1808 in Weimar zur Uraufführung bringt…
www.kleist.org

Wenn Sie unmittelbar mehr über Kleist erfahren wollen, dann kommen Sie einfach zu unseren Kleist-Matineen mit Frühstück ab 10 h und Lesung mit Musik ab 11 h
Jeweils Sonntags 1. /8. /15. und 22. August.