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Ausgesuchte Pressetexte 10 Jahre SHpektakel

Illuminatus von Damir Zizek nach Robert A.Wilson
1. SHpektakel - 23. August – 16. September 2000

Die Zuschauer erlebten in einer einzigartigen Atmosphäre unter dem grossen Kran des Kraftwerks eine Darbietung der besonderen Art.
Doch Illuminatus 2000 will mehr sein als Theater – es versteht sich als multimediales Spektakel und ist tatsächlich streckenweise ein wahrer Augenschmaus.
Dazu trägt auch die fast nur aus Profischauspielern bestehende Truppe bei,
die eine beeindruckende Leistung bringt.
Michael Helbling Schaffhauser (AZ) 31.8.2000

Hamlet von William Shakespeare bezw. Edward de Vere
2. SHpektakel26. Juli – 23. August 2002

Zizek versucht, die Inszenierung mit multimedialer Vielfalt und einer experimentellen Zeit- und Ortverschiebung diesem Wandel anzupassen.
Leider misslang der Versuch. Vielen der zahlreichen Zuschauer schien aber die Aufführung zu gefallen. Mit hartnäckigem Applaus und Fussgetrampel holten sie die Schauspielerinnen und Schauspieler immer wieder auf die Bühne.
Barbara Ackermann, Schaffhauser AZ 29.7.2002

Odysseus Akte XXXL von Damir Zizek nach Homer&Herodot
3. SHpektakel 23. Juli – 30. August 2003

Dramaturg Zizek lässt in Odysseus Akte XXXL diese eine Seite der Medaille immer wieder aufscheinen in den oft von heiligem Zorn durchdrungenen, im klassischen Duktus rezitierten Reden und Dialogen, der etwa dreissig handelnden Gestalten, alternierend gespielt von fünfzehn Mimen und Miminnen. Die andere Seite der Medaille hat ihren blechernen Ton vom parodistischen Witz und den teils ironischen, teils satirischen multimedialen Einfällen Zizeks.
Dabei ist beieindruckend, wie gut dosiert und präzise hier Bild und Lichtmittel, Kostümierung und Maske eingesetzt werden. Von ebenso feinem Sinn für Stil und Stilbruch zeugen Musikwahl und Tonregie. Was man gerne als leicht schräg bezeichnet, feiert in Odysseus Akte XXXL fröhliche Auferstehung. So bleibt das ganze Spektakel stets plastisch. Theater ohne überdrehte mediale Aufbereitung, Rasanz und Sexualschnörkel.
Monica Zahner, Schaffhauser Nachrichten 28.7.2003

Play Strindberg von Friedrich Dürrenmatt nach August Strindberg
4. SHpektakel 29. Juli – 29. August 2004

In spannenden eineinhalb Stunden zeigen die drei Schauspieler Nicole Knuth (Alice) Georg Blumreiter (Edgar) und Sascha von Zambelly (Kurt) die brüchige Fassade einer Ehe und steigern sich bis zur Erpressung und Mordplänen.
Das alles wird temporeich, parodistisch und fast kriminalistisch inszeniert von Damir Zizek, der lange in Zürich unter Marthaler gearbeitet hat. Vor allem Georg Blumreiter schnitzt seinen Edgar holzschnittartig, komödiantisch und mit viel Pantomime. So konnte der Zuschauer aus sicherer Distanz eine Ehetragödie geniessen, ohne sich selbst betroffen zu fühlen. Ein sichtlich erheitertes Publikum dankte mit lebhaftem Applaus.
Rosmarie Tillessen, Südkurier 3.8.2004

Bei der Premiere von Play Strindberg gestern Abend stimmte dann alles: Das Geschehene auf der Bühne, das Wetter und das kulinarische Angebot.
In Dürrenmatts Stück, einer grandios-bösen Komödie über die Scheinheiligkeiten und Heucheleien in der gutbürgerlichen Ehe, will ein Paar, Alice (Nicole Knuth) und Edgar (Georg Blumreiter), silberne Hochzeit feiern mit Burgunder und gutem Essen. Stattdessen serviert man sich in schneidenden Dialogen Gemeinheiten löffelweise, lügt und betrügt, denn die Liebe existiert nur als Totentanz.
Alle verstricken sich in Scheinwelten und Lügengebäude. Dürrenmatts Stück mit witzig abgründigen Dialogen wird vom Schauspieltrio mit variantenreichem Spiel auf einer Drehbühne geboten, auf der Leinwand dahinter taucht, als es eindunkelt, ein Mond und eine Art Leuchtturm auf.
Eine runde Sache.
Die Zuschauer waren begeistert und entliessen das Team nach eineinhalb Stunden mit begeistertem Applaus.
Edith Fritschi, Schaffhauser Nachrichten 30.7.2004

Die Physiker von Friedrich Dürrenmatt
5. SHpektakel 23. Juli – 27. August 2005

Es ist keine leichte Kost für die Schauspieler, sollen sie doch bei aller gebotenen Komik und Lakonik auch wie Betroffene des fragwürdigen technischen Fortschritts wirken. Folgerichtig vermeiden es Regie und Schauspieler, unkontrolliert ins Witzige oder rein „kulinarische“ abzugleiten, das Dürrenmatt zwar, wie er sagt, im Leben wie „auf der Bühne nicht missen möchte“, die Balance zwischen Spass, Absurdität und Tragik bleibt erhalten – die Komik siegt. Es gelingt den Schauspielern, die Vielschichtigkeit der Figuren zu wahren. Die Physiker Newton, Einstein und Möbius (Bodo Krumwiede, Sascha von Zambelly und Oliver Wronka) sowie die Irrenärztin Mathilde von Zahnd (Nikola Weisse) und Inspektor Voss (Georg Blumreiter) überzeugen als ebenso markant wie unaufdringlich agierende Charakter.
Wesentlich beteiligt an der stimmigen Inszenierung sind nicht zuletzt die perfekte Licht und Tontechnik sowie die differenzierten Videos, die teils als Bühnenbild, teils auch als zweite Spielebene fungieren.
Die Gültigkeit des Stücks tritt in der geglückten Inszenierung des TheaterSHpektakels drastisch ans Licht.
Monica Zahner, Schaffhauser Nachrichten 4.8.2005

Der Stumme Diener – Victoria Station von Harold Pinter
6. SHpektakel 23. August – 9. September 2006

Im Haberhauskeller zeigt das Ensemble des SHpektakel mit Der Stumme Diener und Victoria Station zwei packend umgesetzte und brillant gespielte Stücke des Nobelpreisträger aus dem letzten Jahr.
Vermessen wäre es gewiss nicht, Damir Zizek zu unterstellen, er hätte sein 6.SHpektakel nach der Maxime „Reduce to the max“ inszeniert: Nach dem erfolgreichen Dürrenmatt vom letzten Sommer – noch am Kraftwerk – hat sich der Schaffhauser Theatermacher mit seinem Ensemble heuer an Harold Pinter gewagt. Der stumme Diener als Hauptstück und Victoria Station als eine Art
Bonustrack kommen im Haberhauskeller frisch inszeniert daher und überraschen mit viel Witz. Sowohl die Inszenierung wie auch die Leistung der Schauspieler überzeugen durchweg und garantieren einen unterhaltsamen Theaterabend voll Witz, Spannung und intelligentem Humor.
Michael Helbling, Schaffhauser AZ 2006
Grosser Erfolg vor vollem Haus
Die gelungene Videobearbeitung und die gut geführte Kamera von Luca Idone haben das ihre beigetragen zur Aufrechterhaltung der Spannung. Ebenso verdankt sich der Erfolg der anhaltend beklatschten Premiere allen Mitgliedern des technischen Teams.
Monica Zahner, Schaffhauser Nachrichten 25.8.2006

Der Feind von Julien Green
7. SHpektakel 18. Juli – 19. August 2007

Das Stück ist aber nicht nur auf schnelle Lacher aus. Zizek lässt sich Zeit, die Figuren genau zu zeichnen und die gelangweilt-übersättigte Atmosphäre am Hof darzustellen.
Die Inszenierung streicht dennoch nicht nur die komödiantische Seite dieser Kabalen und Lieben hervor. In manch vordergründig lustiger Szene schwingt die klaustrophobe Stimmung eines Kammerspiels mit.
Mit der Besetzung der Rollen hat Damir Zizek aber einmal mehr ein glückliches Händchen bewiesen. Sascha von Zambelly als – im Sinne des Wortes – hündischer Verehrer mit gekränktem Stolz, Georg Blumreiter als feister Gutsherr mit Potenzproblemen, Pascal Holzer als diabolischer Verführer und Nicole Knuth als wohlstandsverwahrloste Gattin sind ein Genuss.
Elisabeth Hasler, Schaffhauser AZ 19.7.2007

Amphitryon von Molière
8. SHpektakel 19. August – 6. September 2008

Brillant besetzte Komödie“
„Amphitryon, das neue Stück des TheaterSHpektakels, feierte am Dienstag Premiere. Eine leichtfüssige Komödie mit wunderbaren Schauspielern.“
Zizek stützt sich in seiner Inszenierung auf Molières Version, lässt aber an einigen Stellen die kleistsche Vorlage einfliessen. Er rückt den komödiantischen Effekt des Verwechslungsspiels in den Vordergrund und verzichtet auf eine verkopfte Auseinandersetzung mit der Indentitätsproblematik des Doppelgängers.
Dominiert wird die Komödie vielmehr durch die Sprache und insbesondere durch Figuren die brillant besetzt sind. Jede Rolle scheint geradezu massgeschneidert. Thomas Phukely überzeugt als stets mit dem Strom schwimmender Feigling Sossias genauso wie Sascha von Zambelly als in seinem Stolz gekränkter und zugleich verwirrter Amphitryon. Nicole Knuth als bald wutschnaubende, bald anzügliche Alkmene, Manfred Heinrich als unnahbarer Lüstling Zeus. Bodo Krumwiede als süffisant grinsender Hermes und Stephanie Signer als handfeste und bodenständige Charis.
Dank toller Schauspieler und einer gelungenen Inszenierung bietet das Stück einen vergnüglichen Abend, nach dem mancher „all you need is love“ pfeifend nach Hause spaziert.
Jan Hudec, Schaffhauser Nachrichten 21.8.2008

Die grosse Wut des Phillipp Hotz von Max Frisch
9. SHpektakel 12. -23. August & CH – Tournee 27. August – 26. Septmber 2009

Ein Interviewstehpult mit Mikrofon, eine Wanduhr, ein Telefon, ein Schrank. Mehr braucht es nicht, um die starke Aufführung „Die grosse Wut des Philipp Hotz“ von Max Frisch unter der Regie von Damir Zizek wirken zu lassen. Raumschaffende Restriktionen in einer zu eng gewordenen Welt, aus welcher der Protagonist Hotz auszubrechen versucht…
Bernd Rumpf als Hotz legt in seiner Zurückhaltung eine grandiose Bühnenpräsenz an den Tag und weiss die leere Bühne zu füllen. Roswitha Dost (Dorli), die auch im wirklichen Leben die Partnerin von Rumpf ist, kann sich mit Leichtigkeit wehren und ihre natürliche Dominanz ausspielen. Sascha von Zambelly als ein schleimiger, überlustiger, aber irgendwie süsser Liebhaber. Eher brav wirkt die Darstellerin der Clarissa, Susanne Duntsch. Sehr humorvoll sind die Kurzauftritte von Henry Brückel als Dienstmann. Nicole Knuth (Jumpfer) steht als einzige nicht real auf der Bühne, sondern findet Einzug über die Videoleinwand im sinnlichen Grossformat
Christine Bachmann, DER LANDBOTE 28.September 2009

Der zerbrochne Krug von Heinrich von Kleist
10. SHpektakel 28. Juli - 28. August 2010 - Kraftwerk Schaffhausen

30.07.2010 Schaffhauser Nachrichten
Glänzendes Theatervergnügen

Mit dem Stück «Der zerbrochne Krug» hatte das 10. SHpektakel am Rhein beim Kraftwerk Schaffhausen Premiere.
von Monica Zahner

Das SHpektakel-Theater beim Kraftwerk Schaffhausen brachte am vergangenen Mittwoch die Premiere der zehnten Produktion auf die Open-Air-Bühne: «Der zerbrochene Krug» von Heinrich von Kleist. Es ist die neuste Inszenierung des vielseitigen und feinnervigen Theatermanns Damir Žižek. Zur Eröffnung der Jubiläumsvorstellung leistet er sich eine wunderschöne Hommage an seine ursprüngliche Heimat mit kroatischer Männerchormusik vom Band, zu der per Video die Namen der Mitgestalter des Spiels eingeblendet werden.

So wie Goethe das Stück einst inszeniert hatte, als dreiaktiges Stück im Weimarer Stil – «nicht allein die Natur nachahmen, sondern sie auch idealisch vorstellen» –, wurde es ausgepfiffen; Kleist (1777–1811) wurde seinerzeit von vielen verkannt und aggressiv abgelehnt. Goethe selbst fand das Stück einerseits «problematisch»; anderseits aber sagte er: ‹Der zerbrochene Krug› gehört zu denjenigen Werken, denen gegenüber nur das Publikum durchfallen kann. Der ergötzlichste Einfall und das farbigste Sittengemälde ist hier zum Genialen gesteigert.» Die Geschichte, die im Original im 18. Jahrhundert in einem Dorf bei Utrecht spielte, erlebt man nun in «Schaffhuisum», wobei auch ein Gläschen Osterfinger eine Rolle spielt. Der kahlköpfige und klumpfüssige Dorfrichter Adam (Georg Blumreiter), der Eve (Rahel Roy), der Tochter der Witwe Marthe Rull (Stephanie Signer), nachstellt und dabei von Rupprecht (Pascal Holzer), dem Verlobten Eves, erwischt wird, stürzt auf der Flucht aus dem Fenster und wirft dabei einen Krug um, der zerbricht. Das Ganze wird zum Gerichtsfall, den Adam – also der Delinquent selbst – führen muss. Mit von der Partie ist der Gerichtsschreiber Licht (Stefan Kollmuss), der das von Adam geknüpfte Lügengeflecht durchschaut. Während Eve schweigt, weil sie ein vom Richter versprochenes Schreiben, das ihren Verlobten vor dem Kriegsdienst bewahren sollte, nicht gefährden will, tritt Brigitte (Jurga Ruesch), die des Richters Flucht beobachtet und seine Perücke gefunden hat, als Zeugin auf. Sie aber meint, den Teufel selbst gesehen zu haben ... Wie gut, dass der Gerichtsrat Walter (Bodo Krumwiede) just auf Besuchsreise ist und, nachdem er in Hallau war, nun das Gericht in Schaffhuisum inspiziert. In Žižeks spannender Inszenierung wirken die Aktualisierungen völlig unangestrengt und pointensicher. Kleist kommt voll und ganz zu Wort und Witz. Und die Besetzung kann nur nachdrücklich gelobt werden. Nicht zu vergessen die beiden Mägde im Skype-Dialog, Martin und Jürg Tanner von der Comedia Abarte: Ein schöner Einfall Žižeks. Ebenfalls stimmig sind Bühne (Charlotte Leuenberger und Andreas Tenger), Maske und Kostüme (Anna und Martina Schneider) sowie die technischen Einrichtungen wie Licht, Ton und Videobearbeitung (David Hundsdorff und Rolf Riedweg).
Das Publikum war begeistert.